Original Zwicker um 1900 gefertigt
Den Erfindergeist und die technische Einbindung in die Sehhilfe, verkörpert kein anderes Hilfsmittel mehr wie der Zwicker auch Fingerklemmer genannt, mit seiner ausgeklügelten Klemmtechnik. Durch die Federkraft einer feinen am Nasenpad angebrachten Klemmfeder lässt sich der Zwicker bequem in die obere Nasenwurzel einzwicken. Im Gegensatz zum Klemmer und Kneifer, die weiter vorne auf der Nasenflanke eingeklemmt werden.
auch mit Sonnenschutzgläsern lieferbar
Zedena von Tharendt
Der Zwicker wurde 1890 in Frankreich von Jules Cottez entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Klemmerbrücke mit festem Augenabstand, dessen starre Brücke zwischen den Korrektionsgläsern dem jeweiligen Augenabstand angepasst wird und eine korrekte Stellung vor den Augen garantiert. Der Halt auf der Nase wird durch federbelastete Hebelchen gesichert, die durch Daumen und Mittelfinger aktiviert werden, während der Zeigefinger auf der Brücke ruht. Der Zwicker funktioniert ohne mechanisches Beiwerk.
Aus alten Lagerbeständen hatten wir original alte Zwicker. Alle Zwicker waren auf Funktion und Alterungserscheinung überprüft. Unser Zwicker-Angebot umfasste eine ovale Korrektionsverglasung mit CR39 hartlackversiegelten Kunststoffgläseren (sphärisch +/- 6,00 dpt und cylindrisch bis +/- 2,0 dpt). Andere Glasformen waren auf Anfrage abzuklären. Die Brillenglasgröße richtete sich nach dem individuellen Augenabstand.
In unserer Werkstatt verglasen wir nach wie vor antike Zwicker.